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Tromsø & Hurricane in Svalbard

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Unerwarteter Zwischenstop in Tromsø

Die Reise begann bereits in München mit diversen Hindernissen, die ich gekonnt übersprang. Passport und Boarding-Card wurden erst von den Scannern nicht akzeptiert. Auch in Oslo und deren neuem System „Connecting Norway“, welches Transfergäste besser betreuen und abfertigen soll, versagte das System bei meinen Tickets. Die Technik und ihre Aussetzer. Und das Wetter, der gefährlichste Feind der Flugzeuge und deren Gesellschaften – es begann mit einer 1,5-stündigen Verspätung. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude.

Der Flug von Oslo nach Tromsø schien ein regulärer Linienflug zu sein. Ungewöhnlich war vielleicht der Passagier mit dieser Begleitung, einem Kriminalbeamten; es war ein Häftling, der unweit von mir Platz nahm. Nun es war einer von zahlreichen Starts heute Morgen. Doch kurz vor der Landung hören wir den Captain sprechen, der uns über heftige Turbulenzen unterrichtet. Da ich bereits einige stürmische Inlandsflüge in Island hatte, war ich zudem vorbereitet. Für alle Passagiere, die die Flugangst im Gepäck haben, war unsere Landung heute inklusive Luftloch wohl nicht besonders förderlich für den Magen und den Puls. Zum Thema Flugangst und wie man problemlos jeden Flug entspannt bewältigt, werde ich demnächst einen Artikel veröffentlichen.

Gelandet in Tromsø, sehe ich in der Flughafenhalle angekommen, nachdem ich mich vom Flugzeug aus durch einen starken Wind gekämpft hatte, einen Flug am Display, der den Status „Cancelled“ hatte. Überraschenderweise war es mein Flug nach Longyearbyen auf Svalbard, zu meinem finalen Reiseziel. Dort herrschte heute ein so starker Sturm, dass wir nicht fliegen durften.

Das Bodenpersonal sprach von einem Hurricane, den es seit Jahren nicht gab.

Doch jede schlechte Nachricht kann eine Bessere beinhalten. So hat meine Fluggesellschaft SAS mir einen fabelhaften Transfer zum Hotel organisiert, welches sie mir bis morgen Abend bezahlen. Um die Situation noch besser werden zu lassen, laden sie mich auf 2x Dinner und 1x Breakfast ein. Das Hotelzimmer ist wundervoll und ich habe, wie erst in Oslo,  erneut ein sehr bequemes Boxspringbett.

Die Zeit hier in Tromsø – bis morgen mein Ersatzflug sehr spät abends geht – nutze ich zum Shoppen. Dort traf ich die junge norwegische Schönheit Ingrid, die mir von ihren häufigen Besuchen und Arbeitseinsätzen in Spitzbergen berichtete. Sie schwärmt ferner von dieser Inselgruppe und nennt mich gesegnet. Zudem habe ich nun eine neue schöne Mütze.

Tromsø lockt mich in die weihnachtliche Fußgängerzone und zum Hafen. Der Wind wurde immer stärker zum Abend hin und rauscht aktuell ums Hotel.

Die Aufnahmen mache ich mit einer Fuji X-T10. Leider ist das Stativ im Aufgabegepäck am Flughafen. Manch Bild gelang mir somit nicht aus der Hand.

Fazit
Tromsø am nördlichsten Festland Norwegens ist eine Reise wert! Es hat Charme, Herzlichkeit, hochwertige Designerhotels und exzellente Shoppingcenter sowie einzigartige Geschäfte. Die Häuser sind typisch nordisch und laden mich immer wieder ein, diese zu fotografieren. Wundervolle Welt: Das Leben beschenkt uns täglich.

Die Bilder entstanden um 14 Uhr nachmittags. Bereits um 17 Uhr ist hier alles tiefschwarz. Die Straßen sind geschmückt mit roten leuchtenden Herzen. Und genauso herzlich sind auch die Menschen hier. Und was für ein schöner Lichtbaum! Von diesen Leuchten gab es mehrere. Sie beleuchten den Schnee und schenken Glanz. Bei all den Lichtern und der angenehmen Kälte glänzten auch meine Augen vor Leidenschaft.